Reisebestimmungen

  • Es werden nur Hunde mit gültigem EU-Heimtierausweis transportiert!
  • Das Datum der Tollwutimpfung, des Hundes, darf nicht älter als das Datum der Chipsetzung sein!
  • Die Tollwut-Impfung muss bei Einreise aus einem EU-Land nach Deutschland mindestens 21 Tage alt sein!
  • Alle notwendigen, gesetzlich vorgeschriebenen Daten müssen vollständig dukumentiert sein!
  • Der Hund muss gesund und soweit möglich, frei von internen und externen Parasiten sein!
  • Operationen und/oder Kastrationen sollten nicht jünger als 14 Tage sein!
  • Der Transport von Welpen erst nach erfolgter Tollwutimpfung, also erst ab 3 Monaten plus 21 Tagen!
  • Jeder Hund wird beim "Einsteigen" mit einem Chiplesegerät zweifelsfrei identifiziert.
  • Bei Übernahme des Hundes geht die Haftung auf den Empfänger über!
  • Sogenannte "Listenhunde" dürfen leider nicht nach Deutschland eingeführt werden!
  • Der Hund soll bitte am Tag der Reise nicht mehr gefüttert werden!
  • die Versender/Empfänger mit TRACES (TRACES ist eine einheitliche, europaweite Datenbank mit der die Tiertransporte innerhalb der Europäischen Union und aus Drittländern verfolgt werden können. Die Informationen werden elektronisch an die Veterinärbehörden der jeweiligen Länder übermittelt. Heißt: Alle Transporte sind angemeldet, inklusive genauer Route und Zwischenstopps. Die Tiere werden vor der Ausreise aus dem Herkunftsland tierärztlich durchgecheckt und für reisetauglich befunden. Mit TRACES soll unseriösem Handel, tierschutzwidrigen Transportbedingungen, sowie der Einschleppung von Seuchen und Krankheiten entgegengewirkt werden.) müssen ihre Tiere bei dem für sie zuständigen Amtsveterinär selbst anmelden (für Versender nicht nur online, sondern auch mit Bestätigung vom Amtsveterinär)!

 

http://ec.europa.eu/food/animal/diseases/traces/index_en.htm

 

Sollte ein Hund während eines Transportes sterben und wird folglich der gesamte Transport von einer Behörden unter Quarantäne gestellt, haftet der Versender, außer dem Transporter ist fahrlässiges Verhalten nachzuweisen!

Bisher musste der Nachweis über eine wirksame Tollwut-Schutzimpfung nur für Hundewelpen vorliegen, die zu Handelszwecken transportiert wurden. Privatpersonen, die Welpen transportierten, mussten lediglich plausibel darlegen können, dass ein Welpe keinen Kontakt zu potenziell Tollwut-infizierten Tieren hatte. Mit der neuen Verordnung gilt seit dem 29. Dezember 2014 für private Transporte von Hundewelpen dieselbe Regelung wie für gewerbliche. Hintergrund sind Berichte der Kontrollbehörden, nach denen in der Vergangenheit wiederholt Handelstiere als Heimtiere deklariert und unter den erleichterten Bedingungen des privaten Reiseverkehrs transportiert wurden.

 

Zum Zeitpunkt der Impfung müssen die Welpen mindestens zwölf Wochen alt sein, der Impfschutz wird 21 Tage nach dem Impftermin wirksam. Erst danach dürfen Hundewelpen frühestens nach Deutschland transportiert werden. Bei privaten Transporten reicht die Dokumentation der Impfung im Heimtierpass aus, bei gewerblichen muss zusätzlich ein Gesundheitszeugnis vorliegen. Sie betreffen den Transport aus anderen EU-Mitgliedstaaten oder Drittstaaten nach oder durch Deutschland.

Achtung!! Neuer EU-Heimtierausweis

Seit dem 29. Dezember 2014 gelten für das Reisen mit dem Haustier neue Regelungen. Halter, die von nun an mit ihrem Tier verreisen wollen und bei ihrem Tierarzt ein Ausweisdokument beantragen, erhalten den neuen EU-Heimtierausweis. Optisch unterscheidet sich dieser nicht von seinem Vorgänger, inhaltlich müssen jedoch einige Angaben zusätzlich gemacht werden: Der Tierhalter muss seine personenbezogenen Daten mit seiner Unterschrift bestätigen. Im neuen Heimtierausweis müssen zudem die Kontaktinformationen des ausstellenden Tierarztes erfasst und von diesem unterschrieben sein. Um Missbrauch zu vermeiden, wird besonderes Augenmerk auf die Identität des Tieres gelegt: Sowohl die Seite mit dem Chip-Nummer-Aufkleber, als auch die Seite, die Aufkleber zu der verabreichten Tollwutimpfung enthält, werden mit einer selbstklebenden Laminierung versiegelt. Zudem muss der ausstellende Tierarzt die Kontaktinformationen des Tierhalters, die Ausweisnummer, die Chip-Nummer, falls vorhanden die Tätowierung und die Tätowierungsstelle, den Ort der Kennzeichnung, den Zeitpunkt der Anbringung oder des Ablesens für mindestens drei Jahre aufbewahren.

Für Tierhalter, die einen EU-Heimtierausweis haben, der vor dem 29. Dezember 2014 ausgestellt wurde: Alte Heimtierausweise behalten bis zum Lebensende des Tieres ihre Gültigkeit.

Tollwutimpfung

Am 31. Dezember 2014 ist eine neue Verordnung in Kraft getreten, die es auch Privatpersonen untersagt, Welpen ohne Tollwutimpfung nach Deutschland zu bringen. Zwischen der Tollwutimpfung und der Einfuhr der Hunde müssen mindestens drei Wochen liegen. Eine Impfung gegen Tollwut ist erst ab der 12. Lebenswoche möglich. Der Impfschutz wird erst 21 Tage nach der Impfung wirksam. Welpen können somit erst nach der 15. Lebenswoche nach Deutschland eingeführt werden.

Dies soll auch illegalen Welpenhändlern erschweren, Jungtiere einzuführen. Denn meistens geben diese vor, Privatpersonen zu sein, um die notwendigen Formalien wie beispielsweise die Tollwutimpfung zu umgehen. Illegal eingeführte Hunde sind fast immer jünger als 15 Wochen. Die meisten Welpen werden viel zu früh von der Mutter getrennt und sind oft erst zwischen vier und sechs Wochen alt, damit der Knuddelfaktor bei der Vermittlung noch ausreichend hoch ist. Allerdings brauchen Welpen wie auch Kinder genügend Zeit an der Seite ihrer Mutter, um entscheidende und lebenswichtige Erfahrungen zu machen und von ihr zu lernen. Wer ein Tier aus dem illegalen Welpenhandel kauft, riskiert es, ein verhaltensgestörtes und krankes Tier bei sich aufzunehmen. Diese Tiere landen später oft im Tierheim und haben kaum Chancen, wieder ein liebevolles Zuhause zu finden.

 

Quelle:  http://www.bmel.de/DE/Tier/HausUndZootiere/Heimtiere/_Texte/Heimtierausweis.html

 

Die Übergabe:

1.) Es beginnt mit der Übergabe. SOFORT BEIM ERSTEN KONTAKT an der Übergabe Ihres neuen Hundes ausschließlich ein geeignetes SICHERHEITSGESCHIRR anlegen! Gehen Sie bitte kein Risiko ein und vertrauen auf „wird schon gutgehen“ oder auf „ich bin ein hundeerfahrener Mensch“, sondern legen Sie dieses Geschirr sofort in einem GESCHLOSSENEN RAUM an (z.B. im geschlossenen TRAPO, im geschlossenen Auto oder in einem anderen geschlossenen Raum) und gehen Sie erst, wenn es 100% sicher sitzt, mit dem Hund angeleint nach draußen.
Eine weitere Möglichkeit: eine verschließbare Transportbox in der Sie ihren Hund noch im TRAPO sichern und erst zuhause, im geschlossenen Raum, DOPPELT anleinen.
Der Hund kann dieses Geschirr anfangs Tag-und Nacht tragen. Das vereinfacht die Handhabung für Sie und den Hund.
Sicherheitsgeschirre sind keine handelsüblichen, gewöhnlichen Geschirre, sondern ausbruchssichere Spezialgeschirre mit doppeltem Bauchgurt.

 

http://www.sientas.de/shop/ausbruchsichere-geschirre/45-pflegestellen-geschirr-.html


2.) Benutzen Sie ZUSÄTZLICH!!!! zu diesem Geschirr ein Halsband und verwenden Sie mindestens in den ersten 6 Monaten am besten 2 LEINEN!!!. Eine wird mit dem Geschirr - die andere mit dem Halsband verbunden.

Die Geschirrleine können Sie sich zur noch besseren Sicherheit um den Bauch binden und die Halsbandleine in der Hand halten.

3.) Gehen Sie am besten die ersten 6 Monate ausschließlich so spazieren und lassen Sie Ihren neuen vierbeinigen Freund bitte mindestens so lange auch nicht von der Leine, es sei denn, Sie sind sich 100% sicher, dass Ihr Hund eine tiefe, enge Bindung zu Ihnen aufgebaut hat und keinerlei Angstverhalten mehr an den Tag legt. Um diesbezüglich sichergehen zu können, sollten zunächst in geschlossenen Arealen Übungsphasen stattgefunden haben und der Hund bewiesen haben, dass er alle Grundkommandos 100% zuverlässig ausführt. Dazu suchen Sie am besten, nach einer gewissen Eingewöhnungsphase, eine gute Hundeschule mit eingezäuntem Übungsgelände auf!

4.) Bitte achten Sie immer darauf, dass Ihr Hund auch sonst keinerlei Möglichkeit zur Flucht hat (z.B. durch offene Autotüren, Haus-oder Hoftüren, Fenster, Balkon-Terrassentüren, Gartentörchen, über Zäune usw.)! Unterschätzen Sie Ihren Hund NIE! Er kann ggf. meterhohe Hindernisse überwinden! Deshalb die Sicherung in der ersten Zeit IMMER BEREITS IM HAUS vornehmen!

5.) Wenn Sie die finanziellen Möglichkeiten haben, Ihrem Hund von Anfang an, einen GPS-Tracker an sein Geschirr zu machen, sind Sie auch für den Fall aller Fälle in der Lage, Ihren Hund wiederzufinden (Siehe dazu auch: http://gpstracker-test.de/gps-fuer-hunde/http://gpstracker-test.de/gps-fuer-hunde/
Ideal wäre die Anbringung VOR der Übergabe denn die ersten Tage sind die gefährlichsten, da hat der Hund noch keine Bindung zu Ihnen.

 


EIN STRASSENHUND ZIEHT EIN:

 

Er wird sesshaft.
Helfen Sie ihm dabei sich einzugewöhnen!
Meist war die Anreise lang und anstrengend, setzt die Tiere unter Stress, alles ist neu für sie und noch nicht einschätzbar.
So ist besonders in den ersten Tagen, nach der Ankunft im neuen Zuhause,
die Gefahr besonders groß, dass ihr Hund entlaufen kann!

".... ob man es gut mit mir meint?.... "Das weiß ihr neuer Familienmitglied nicht.

Am besten ist es, Sie nehmen sich einige Tage Urlaub für die allererste Zeit der Eingewöhnung. Bitte bedenken Sie, manche Tierschutzhunde haben noch nie ein Haus betreten (kennen auch noch keine Treppen), sind sogar weggejagt worden?
Vielleicht haben sie vorher noch nie ohne weitere Vierbeiner gelebt, mussten sich von ihnen und/ oder ihrer Bezugsperson, die sie versorgt hat, trennen? Auch Hunde haben Trennungsschmerz! Bitte erwarten Sie nicht, dass er gleich wedelnd, in Dankbarkeit auf Sie zukommt.
Die Neuankömmlinge stehen meist unter Stress, eine Bindung zu ihren neuen Menschen gibt es noch nicht und sie vermissen mit Sicherheit auch Ihre vertrauten vier- oder auch zweibeinigen Freunde.
Deshalb sollte man in den ersten Tagen nach Einzug des Hundes einfühlsam und ganz besonders vorsichtig sein!
Man kann einfach nicht alles voraussehen, vor welchen Geräuschen oder vor welchen Situationen sich ihr Hund erschrecken könnte: entgegenkommende Hunde, rennende Menschen, Regenschirme, Lastwagen, Zug, Motorengeräusche, ein Plastikbecher auf der Straße, Männer mit langen Mänteln,.... es gibt unzählige Möglichkeiten!!
In den ersten Wochen sollte ihr Hund immer an der Leine (Zugleinen sind nicht zu empfehlen) laufen, bis er eine enge Bindung zu Ihnen eingegangen ist und er auf seinen Namen hört.
Leider entlaufen immer wieder Hunde, weil sie zu früh freigelassen werden. Sind die Tiere einmal weggelaufen, irren dann oft tage und nächtelang hilflos, hungrig, frierend, in der noch unbekannten Umgebung herum und werden schlimmstenfalls überfahren!

Überfordern Sie den Hund nicht durch zusätzlichen Stress wie

unnötige Besuche in den ersten Tagen. Halten Sie die Kinder zurück, auch wenn es verständlicherweise schwer fällt. Einen Hund zu bedrängen, auch räumlich, erschwert die Eingewöhnung.
Füttern Sie gerade zu Anfang kleine Mengen und schauen, wie der Hund das Futter verträgt. Viele Hunde haben die ersten 2- 3 Tage Durchfall durch den Transportstress, die Futterumstellung, etc.. Gehen Sie zum Tierarzt, wenn der Durchfall länger andauert, extrem dünnflüssig oder gar blutig wird.
Und nun ein ganz wichtiger Punkt:

Stecken Sie ihren Neuankömmling nicht gleich in die Badewanne (auch wenn er nicht so klasse riechen sollte) und warten Sie einige Wochen mit dem ersten Tierarztbesuch, wenn sich der Hund nicht in einem besorgniserregenden Zustand befindet.
Das Hundegehirn funktioniert über Verknüpfungen. Die ersten sollten positiv ablaufen.

Bedenken Sie, Straßenhunde überleben nur, wenn sie Autos ausweichen. So verhalten Sie sich auch weiterhin auf der Straße, anfangs jedenfalls. Ist eine Autofahrt aber anfangs etwas "unheimlich", wird sie positiv "verknüpft mit einem schönen Spaziergang z.B., springen die meisten Hunde bald gerne ins Auto.

Setzen Sie Ihrem Schützling von Anfang an klare Regeln und vermitteln Sie ihm freundlich aber bestimmt, was bei Ihnen zu Hause tabu und was erlaubt ist. Belohnen Sie richtiges Verhalten.
In den ersten Tagen sind die meisten Hunde schüchtern und zurückhaltend. Erst mit zunehmender Sicherheit in ihrem neuen Umfeld werden Sie testen, wo ihr Platz im Rudel zu finden ist.
Manche Hunde entwickeln plötzlich „Besitzanspruch“ an ihre Hauptbezugsperson und reagieren eifersüchtig auf Kinder, Partner oder Besucher. Andere haben Angst vor Männern.

Lassen Sie ihn auch mal bald ein paar Minuten allein.

Erst 2 Min., dann 5 Minuten, 10, 30, ... verlassen Sie die Wohnung oder das Haus ohne großen Abschied, dann weiß Ihr Hund, alleine bleiben ist normal und meine "neue Bezugsperson" kommt ja wieder. Begrüßen Sie ihren Hund bei Wiederkehr freundlich, aber nicht überschwänglich.

Vertrauen und Sicherheit ist die Basis für eine lebenslange Freundschaft und ein glückliches Zusammenleben.